„Energiebündel“ offiziell verabschiedet
Bild: Alberternst
Für ein Erinnerungsfoto stellten sich alle Messdiener, Bannerträger und Pastor Karl Kemper zusammen mit Nicole Thien (Mitte) auf. Die Pastoralreferentin verlässt die Pfarrei St. Johannes Oelde nach sechs Jahren.
Bild: Alberternst

Die Messbesucher applaudierten ihr kräftig am Ende des feierlichen Gottesdienstes in der St.-Joseph-Kirche. Und die Pastoralreferentin musste sich ein paar Tränen wegwischen.

Mit Dankbarkeit sowie Freude und Traurigkeit zugleich verlasse sie die Gemeinde, sagte sie zu Beginn der Messe.

Pastor Karl Kemper erinnerte an seine erste Begegnung mit Nicole Thien: „Und es kam keine Pastoralreferentin, sondern ein Energiebündel.“ Er lobte ihre Leidenschaft und ihren Elan, mit denen sie immer in der Pfarrei tätig gewesen sei. Besonders bei ihren Schwerpunkten, der Katechese und der Jugendarbeit, habe Nicole Thien viel bewegen können. Kemper hob auch die „sehr wertvolle“ Arbeit hervor, mit Mitmenschen in Berührung zu kommen. Dass ihr dies gelungen sei, hätten insbesondere die Exerzitien auf Wangerooge gezeigt. „In diesem Kreis scheint viel zu geschehen, nicht nur auf Wangerooge“, sagte er. Er erinnerte Nicole Thien zum Schluss an „viele offene Türen und Herzen“ in Oelde. „Bleib bitte auch ein bisschen greifbar für uns.“

Im Namen der Gremien dankte Dr. Burkhard Löher. Er wünschte Nicole Thien viel „Kraft, Fantasie und Gottes Segen“ für die neue Aufgabe in Selm bei Lüdinghausen. Die Messe am Sonntag stand unter dem Zeichen des Evangeliums, des Gleichnisses vom Sämann. Dieses könne jeder für sein eigenes Leben fassen, sagte Nicole Thien in der Statio. Und so verknüpfte sie das Gleichnis mit ihrer Zeit in der Pfarrei St. Johannes.

 „Mir macht es sehr viel Mut“, sagte sie. Sie müsse nicht immer schauen, wem sie etwas vom Glauben sage, sondern könne ihn einfach an alle aussäen. „Ich glaube, dass in Oelde vieles auf guten Boden gefallen ist“, sagte sie. Die Pastoralreferentin dankte den Gläubigen für viele gute Gespräche und für all die Momente, in denen „Sie auch in meinem Leben Gutes gesät haben“. Als Appell, den Glauben weiter auszusäen, verteilten die Messdiener am Ausgang der Kirche Blumensamen.

Nach der Messe verweilten die Gläubigen noch bei einem Grillbüfett und Waffeln im Pfarrheim.

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