Jahresabschluss fällt positiver aus
Kämmerer Thomas Wulf, hier mit Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann (links) präsentierte im Stadtrat den Jahresabschluss des Jahres 2016.

 „Freud und Leid liegen dicht zusammen“, machte er beim Blick auf diese guten Nachrichten, aber auch auf das weniger positiv laufende aktuelle Haushaltsjahr deutlich.

Ein Grund für die positive Entwicklung in 2016 sind erhebliche Mehrerträge bei der Gewerbesteuer. Bei einem Haushaltsansatz von rund 17,8 Millionen Euro flossen mehr als 19,275 Millionen Euro ins Stadtsäckel. Mehreinnahmen von rund 1,37 Millionen Euro stehen also unter dem Strich. Hinzu kommen weniger Aufwendungen auf der Ausgabenseite. Damit ergibt sich im Vergleich mit dem eingeplanten Defizit des Haushalts 2016 eine Verbesserung von 3,249 Millionen Euro.

Die in der Ergebnisrechnung stehenden Aufwendungen blieben um knapp 3,2 Millionen Euro hinter dem Ansatz zurück. Geringerer Sach- und Dienstleistungen (1,972 Millionen), Personalaufwendungen (365 000) und Transferleistungen (736 000) stehen aber auch höhere Versorgungsaufwendungen (435 000) gegenüber.

Der Kämmerer ging auch auf die Entschuldung der Stadt ein. Die Investitionskredite wurden um knapp 2,2 Millionen Euro zurückgefahren. Dabei hat Beckum im Kernhaushalt seit 2014 in diesem Bereich gar keine Schulden mehr. Beim Städtischen Abwasserbetrieb gingen die Investitionskredite um 1,7 Millionen auf 46,8 Millionen zurück. Beim Eigenbetrieb Energieversorgung und Bäder ging’s um 300 000 Euro auf 12,6 Millionen Euro zurück. Nimmt man den Schuldenabbau von 108 000 Euro bei den Städtischen Betrieben hinzu, wurden im Jahr 2016 die Investitionskredite um insgesamt 2 194 000 Euro zurückgefahren. Die Liquiditätskredite wurden um 2,7 Millionen Euro abgebaut.

Das Haushaltsjahr 2016 wurde am Ende mit einem Jahresfehlbetrag von rund 1 032 000 Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Rücklagenentnahme von 1,39 Prozent. „Die Inanspruchnahme des Eigenkapitals schwächt die Basis für die folgenden Jahre“, warnte der Kämmerer in diesem Zusammenhang. Zugleich hob er aber die Entschuldung für Stadt und Eigenbetriebe in Höhe von 4,9 Millionen Euro als positiv hervor.

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