Warnung vor angeblichen Polizei-Anrufen
Bild: dpa
In mindestens zehn Fällen haben Kriminelle am Sonntag versucht, Bürger in Verl zu täuschen. Sie gaben sich als Polizisten aus und erfragten private Details der Angerufenen. Die Polizei warnt vor dieser Anrufmasche.
Bild: dpa

Am Sonntag meldete sich laut Mitteilung der Polizei ein männlicher Anrufer entweder mit unterdrückter Rufnummer oder unter manipulierten Telefonnummern wie 05241 110 oder 0110 bei mindestens zehn Menschen in Verl und gab vor, Kriminalbeamter zu sein. Der falsche Polizist versuchte dann, die Angerufenen auszufragen und erkundigte sich nach ihrem Familienstand, Vermögenswerten und weiteren privaten Dingen.

In anderen Fällen verlangte der Täter beispielsweise aus "Sicherheitsgründen" die Herausgabe von Schmuck, um vor angeblichen Einbrechern zu schützen. Anderen Angerufenen wurde versprochen, von einem "anstehenden Strafverfahren" abzusehen, wenn eine größere Geldsumme gezahlt wird. Ein beliebter Trick sei auch das Eintreiben von angeblichen Geldstrafen. Die Polizei im Kreis Gütersloh warnt vor Anrufen dieser Art.

Die Beamten raten dazu, sofort aufzulegen und das Gespräch zu beenden

„Die Polizei fordert niemals Geld oder Schmuck per Telefon oder erfragt sensible Daten am Telefon. Weiterhin werden die im Display angezeigten Telefonnummer 0110 oder 05241 110 oder ähnliche von der Polizei nicht verwendet! Wenn Sie Anrufe dieser Art mit dieser Anruferkennung bekommen, legen Sie sofort auf und beenden Sie das Gespräch. Geben Sie keinesfalls Geld, Schmuck oder sensible Daten heraus!“, betont die Polizei in Gütersloh. 

Angerufene sollte auch keine Informationen dahingehend an Fremde herausgeben, die Ihre Gewohnheiten, Arbeitszeiten, Anzahl der Familienmitglieder, Heimkehrzeiten oder gar Geheimnummern oder Kennwörter aller Art erfragen. Bei diesen Fragen sollten Betroffene sofort die Polizei über die 110 kontaktieren. „Wenn Sie unsicher sind, ob es sich bei dem Anrufer um einen richtigen Polizeibeamten handelt, lassen Sie sich seinen Namen geben“, heißt es in der Mitteilung weiter.  Jeder "echte" Polizeibeamte habe Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme!

SOCIAL BOOKMARKS