Zimmermann-Gruppe baut weiter aus
Bild: Bojak
Experten für die Entsorgung von Sonderabfällen: Die Geschäftsführenden Gesellschafter Reinhard, Gerhard und Eberhard Zimmermann laden für Sonntag, 10. September, alle Bürger zu einem Tag der offenen Tür auf das Zimmermann-Gelände ein.
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Für den Standort Gütersloh – Hauptsitz der Unternehmensgruppe mit vier Werken und der Verwaltung – hat Zimmermann zuletzt im Mai die Genehmigung für die Erhöhung der behandelten Abfallmenge erhalten. Weil die Nachfrage gestiegen sei, habe man die Erweiterung der Kapazität bereits im Januar 2016 beantragt, erklärte die Geschäftsleitung, nachdem der Antrag genehmigt war. In den kommenden Wochen soll damit begonnen werden, bis zu 50 Prozent mehr festen, anorganischen Abfall im Werk 4 an der Gottlieb-Daimler-Straße aufzubereiten.

Erweiterung des Zwischenlagers

Aktuell sei in Gütersloh die Erweiterung des Zwischenlagers geplant, sagt Gerhard Zimmermann, Geschäftsführender Gesellschafter. Gemeinsam mit seinen Brüdern Eberhard und Reinhard Zimmermann leitet er die Unternehmensgruppe seit 1997 in zweiter Generation.

Halle zur Einzelchargenbehandlung

Zudem wird an der Gottlieb-Daimler-Straße in Gütersloh eine neue Halle mit einer Fläche von rund 150 Quadratmetern gebaut, in der später eine Einzelchargenbehandlung stattfinden soll. Dort können kleine Mengen an flüssigen Abfällen, die oft hochkonzentriert sind, intensiver aufbereitet und kontrolliert werden als die üblichen Sonderabfälle.

Investition von bis zu zwei Millionen Euro

Zurzeit wird deshalb die alte Halle zur Nachbehandlung an der chemisch-physikalischen Anlage am Werk 1 abgerissen, um Platz zu schaffen. Die neue Halle soll 2018 fertiggestellt werden und kostet 1,5 bis 2 Millionen Euro. Wann sie in Betrieb genommen werden könne, hänge vom Verlauf des Genehmigungsverfahrens ab. Diese Verfahren seien sehr aufwändig und müssten immer mit Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt werden, betont Gerhard Zimmermann.

Runder Tisch für Anwohner und Umweltschützer

Um Anwohnern und Umweltschützern die Sorge vor möglichen Gefährdungen durch die Sonderabfallbehandlung in der Nachbarschaft zu nehmen, setzt die Zimmermann-Gruppe seit Anfang des Jahres verstärkt auf die Einbindung der Öffentlichkeit. Seit Februar findet regelmäßig ein Runder Tisch mit Vertretern der Anwohner, verschiedener Umweltverbände, mit Umweltdezernentin Christine Lang und Mitgliedern des Umweltausschusses statt.

Dialog findet guten Zuspruch

„In der Regel nehmen 20 bis 30 Teilnehmer an den monatlichen Treffen teil“, erklärt Lars Helmer, Assistent der Geschäftsführung. Er ist gemeinsam mit Dr. Jörg Wellenbüscher, technischer Leiter der Zimmermann-Gruppe, Ansprechpartner für die Teilnehmer des Runden Tischs. „Wir sind bereits in jede Ecke der Werke gegangen und haben ausführlich über Abläufe und Prozesse in den Anlagen informiert“, sagt Helmer. Diese Form des Dialogs werde gut angenommen und verhindere Konfliktsituationen.

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