XC90 – „Die unendliche Geschichte“


Köln (js). „Die unendliche Geschichte“ wird neu geschrieben. Von einem Schweden. Dem Volvo XC90. Denn der wird nun schon seit sage und schreibe zehn Jahren nahezu unverändert produziert – und noch gut zwei Jahre zu haben sein. Erst dann soll es einen Nachfolger für den XC90 geben.  Als dieser auf der Motorshow in Detroit 2002 das Licht der automobilen Welt erblickte, war gleichzeitig ein neues Segment geboren worden. Das der großen SUV. Der Schwede konnte weltweit nicht nur fast 700 000 Käufer für sich gewinnen (der prominenteste ist Papst Benedikt XVI.), sondern immerhin auch 110 internationale Auszeichnungen für Volvo.  In den ersten beiden Jahren war der XC90 in Deutschland kaum zu bekommen. Zu hoch war die Nachfrage auf dem Hauptabsatzmarkt USA. Jetzt wurde der „alte Schwede“ noch einmal etwas aufgefrischt, erhielt er doch vorne und hinten andere Leuchteinheiten, die Stoßfänger und Radhäuser sind jetzt in Wagenfarbe lackiert, zusätzliche Farben und neue (aufpreispflichtige) 19-Zoll-Leichtmetallfelgen erhältlich. Zwei Fünfzylinder-Diesel stehen zur Wahl, während der immerhin 200 PS starke 3,2-l-Sechszylinder-Benziner auf verlorenem Posten und ab 48 810 Euro in der Preisliste steht. XC90-Fahren beginnt bei im Wettbewerbsumfeld (Audi Q7, BMW X5, Mercedes-Benz ML-Klasse oder VW Touareg) vergleichsweise günstigen 41 190 Euro. Dafür gibt es den XC90 D3 mit dem 2,4-l-Fünfzylinder-Diesel (163 PS, 340 Nm), Sechsgang-Automatik – und Vorderradantrieb. Serienmäßig mit Allradantrieb ausgerüstet sind der XC90 D5, ein 2,4-l-Fünfzylinderdiesel mit 200 PS und 420 Nm (ab 47 740 Euro) und der bereits erwähnte 3,2-l-Sechszylinderbenziner. Das Alter merkt man dem Dauer(b)renner vor allem im Innenraum an. Schalter, Bedienoberflächen und vor allem das Navigationssystem sind nicht ganz auf der Höhe der Zeit und vor allem nicht auf dem Niveau anderer Volvo-Modelle. Während ihn seine Anhängelast (nur 2250 Kilogramm) eher im Tabellenkeller der SUV-Liga spielen lässt, ist er in der Wertung der Langstrecken-Tauglichkeit weit vorne zu finden. Da punktet er mit seinem komfortbetonten Fahrwerk und dem erstaunlich niedrigen Geräuschniveau im großzügig bemessenen Innenraum.
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